Die Talbrücke Sechshelden auf der A45 zwischen Dortmund und Hanau verschwindet im Zuge eines Ersatzbaus vollständig – und macht Platz für zwei neue Spannbeton-Teilbauwerke. Die bestehenden Überbauten (Nordteil 937 m, Südteil 916 m) samt Pfeilern und Widerlager werden Abschnitt für Abschnitt zurückgebaut und neu aufgebaut. Der Neubau erfolgt in zwei Bauphasen, während der Verkehr läuft: Erst kommt das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Hanau, danach das Bauwerk in Fahrtrichtung Dortmund. Die neuen Überbauten entstehen als Spannbetonhohlkästen über 16 Felder.
Als besondere Herausforderungen beim Abbruch zählt die elektrifizierte Bahnstrecke Gießen–Köln (DB-Strecke 2651), die B 277 und weitere Straßen sowie die Dill. Der Abbruch erfolgt mit Vorschub- und Traggerüsten sowie Seilsägeverfahren. Das Brückenteil über der DB-Strecke mit einem Gewicht von über 1.300 Tonnen wurde mittels hydraulischer Pressen aus dem gelöst undaus dem Bereich der Bahntrasse herausgeschoben.